Montag, 9. Dezember 2013

FRÖHLICHE ADVENTZEIT!?

 

FRÖHLICHE ADVENTZEIT!?

Also ich bin ganz komisch drauf.              

So rührselig und nachdenklich.
Liegt wohl an der Vorweihnachtszeit!
Mich hat eine Nachricht im Radio schwer erschüttert.
Es gibt Schulkinder in Österreich, die, wenn sie in die Schule kommen, schon 14 Stunden nichts gegessen haben und auch keine Aussicht auf ein Mittagessen haben.
Und wir (also ich halt) überlegen, was wir weglassen müssen, um keine (weiteren)Speckröllchen zu entwickeln…
Herumrasende Rettungen bedrücken mich grad momentan auch besonders.
„Mein Gott wie schlimm, ein Mensch der in Gefahr ist und Hilfe braucht, und das vor Weihnachten“…
Irgendwie versuche ich, ein wenig die Hektik anzuhalten, indem ich das Fernsehen öfters ausgestellt lasse, um schöne Musik laufen zu lassen, während ich gschaftig  herumwusele.
Trotzdem hab ich das Gefühl, vor lauter Herumtun nicht weiterzukommen.
Ich gehöre nicht zu den Perfektionisten, die am 1. Dezember schon  fröhlich rufen: „Fertig, alles schon eingepackt.“
Ich blättere begeistert in vielen Prospekten, auf der Suche nach zündenden Ideen.
Herumschauend in den Geschäften packe ich das zehnte Weihnachtsbärchen ins Körbchen und meine Tochter meint: „Brauchst du die wirklich?“
Ich habe das Gefühl, nach all dem Naschen, Leckereien, Punsch und guten Weinen ein wenig Ruhe zu brauchen.
Der Körper, die Seele, ich selbst.
Dabei sind wir ja erst in den Vorbereitungen!!
Der Hauptakt kommt ja erst!
Durch das Nachdenken, wie ich meinen Lieben- halt denen, die ich lieb habe, Freude machen könnte, denke ich noch mehr als sonst darüber nach was sie ausmacht. Spüre, wieviel sie mir bedeuten…
Und mich erfasst irgendwie Melancholie, wohl auch, weil das Jahr langsam dem Ende zu geht,
ein neues kommt....
Und ich ringe mit mir, weil ich Fröhlichkeit und Optimismus liebe und gerade so ein bisserl auf der Stelle trete und den Grübler in mir gar nicht so mag...
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche aber auch fröhliche Woche bis zum dritten Advent, wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen…
                    

Sonntag, 1. Dezember 2013

KREATIVE BETTFLUCHT

                                     
      

                               Kreative Bettflucht

Am Donnerstag bin ich kurz nach fünf aufgewacht.
 Einfach so!
Hab mich hin und her gedreht.
Versucht an was Schönes zu denken J.

Hab meinen blondgelockten Jules in meine Arme genommen (no, no nicht mein Lover- mein Schutzengel- Sie kennen ihn schon von voriger Woche?!)
Hab versucht wieder einzuschlafen…  ging gar nicht!

Dann hab ich beschlossen, mich nicht mehr gegen meine Schlaflosigkeit zu wehren...
Habe angefangen nachzudenken... zu ordnen – mein Leben oder so ….

Dramatisch J. Na nicht wirklich!
Weil es geht uns doch wirklich gut!

Und dennoch- immer wirr warr… Ängste, wissend, dass diese auch nicht verhindern können, was dann einfach passiert.
Und wie oft umsonst, unnötig, weil man das Leben höchstens versuchen kann zu planen.

Das Hamsterrad, das sich ewig dreht und wir brav mittreten damit wir nicht rauskatapultiert werden. Anhalten, das schaffen wir ja nicht. Da würde ja alles den Berg runter gehen.
Glauben wir!

Und dieses blöde Ringelspiel der Gedanken, das einen irre macht und einem nix bringt, außer unangenehmen Stunden. Den Blick trübt. Besser- finster macht.
Hab mich dann schlaflos im Bettchen zum tausendsten Mal gefragt, warum ich es z.B. nicht schaffe, aus meinem Manuskript ein Buch zu machen.

Ja und ich bin drauf gekommen… warum.  
Ich mache mir offenbar viel zu viele Gedanken.

So einfach ist das! Just do it, du kleiner Angsthase J
Aufgestanden, Kaffee gemacht…

Hoffe, das ist kreative Bettflucht und keine senile ;-))
Zum Computer gegangen und dann endlich nach fast einem halben Jahr mal wieder mit hilfreichen mails beschäftigt.

Perlentaucher-…The Tempest, Literaturcafe... also doch meine Welt…
Was gibt es Neues – an Büchern Rezensionen…

Noch dazu wo doch der November DER Schreibmonat ist  (Autoren schaffen es, komplette Werke zu schreiben!!)
So habe ich aber  wenigstens gerade  die Erkenntnis, wie es weitergehen soll mit meinen Literarischen Ambitionen...

Glaube ich zumindestens!! Nein, nein,  nicht schon wieder so ein doofes Vielleicht…
Aber inzwischen ist es ja schon Dezember geworden.

Die ideale Zeit sich einzukuscheln und dem Vergnügen des Lesens, des Schreibens, dem Schmökern zu frönen..
Und überhaupt ;-))))

Was kann ein heißes  Käffchen, Tee oder Punsch glücklich machen. ;-)!!
Ein paar Muffins, Kekse, Schoko, was immer Sie mögen.

Ganz viele Kerzen, das prasselnde Kaminfeuer.
Mein Liebster kriegt mit mir kleinen Pyromanen um diese Zeit immer die Krise J.

Seit meinem Frühstart am Donnerstag hab ich auch wieder dieses „Kribbeln im Bauch“, das mir vor lauter Alltag abhanden gekommen war. Das in mir wieder die herrliche Aufgeregtheit geweckt hat, die das Leben so lebenswert macht.
Und die Erkenntnis, ohne ein begehrenswertes  Ziel, sei es klein oder groß, gehts gar nicht.

Und ich hab gerade wieder so viele ;-)))
Fühlen Sie sich ganz lieb umärmelt in dieser crazy schönen, aufregenden Weihnachtszeit!

Während ich geschrieben habe, steht inzwischen die Wintersonne am Himmel…
Wenn das kein gutes Zeichen ist??
                                         

Sonntag, 24. November 2013

EIN ENGEL NAMENS JULES

Ein Engel namens Jules

Heute wär so ein richtig schöner Tag in einen Novemberblues zu kommen.

Es regnet vor sich hin, plitsch, platsch. Die abgefallenen Blätter vermischen sich mit den regennassen Straßen. Es ist die Zeit, wo man dem Hund, so man einen hat, die Pfoten nach einem Spaziergang abwischt. Und selbst unsere  Susi (ich meine den Hund) schüttelt ihr Fell unwillig, in das die Feuchtigkeit hineingekrochen ist. Ständig auf der Suche nach Futter, wenn das Haus endlich erreicht ist. Dankbar, ein bissi Süßes abzukriegen, wenn wir uns das Leben mit Naschereien schöner machen, nach der ungemütlichen Hunderunde. Man gönnt sich ja sonst nix. Und es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass wir das in dieser Jahreszeit brauchen, wegen des Lichtmangels und überhaupt.
Für Alles gibt es Forschungen. Für die Seele, für unsere körperlichen Sensationen, die uns manchmal plagen. Theorien!! Manchmal frage ich mich, wo der Mensch dabei bleibt. Weil um den geht es doch eigentlich nur.
Um das Leben... um Ihres, um meines. Um das Einzige, das wir haben. Auch wenn ich fest an ein Weiterleben glaube. In welcher Form auch immer.
Darum empfinde ich manche Augenblicke so einzigartig.

Letzte Woche habe ich mich mit meiner Tochter im Café Francais getroffen.
Oh la la. Nette Kellner zum französischen Ambiente passend. Wir schlürfen einen Café au lait und werden immer mit Madame angesprochen. Tres jolie.

Wir erobern die Innenstadt Wiens. Nicht ohne vorher in der Schottenkirche, bei meinem Lieblingsheiligen – dem heiligen Antonius, ein Kerzchen anzuzünden.
Bei der Freyung schlängeln wir uns durch einen zauberhaften Weihnachtsmarkt, mit wunderschönem bunten Schmuck und vielfältigen Handwerkssachen.
Der Versuchung, einen Punsch mit karamelisierten Mandeln zu trinken, können wir nicht widerstehen. Bei diesem Duft in der Luft, der süß und lockend ist. Wer könnte das?
Warum auch?
Und dann passiert es: Liebe auf den ersten Blick. Blonde Haare und ein bezauberndes Lächeln! Da hängt er: Mein!!! Schutzengel!!! (Bitte beachten sie sein Foto oben).
Ja und wir nehmen ihn natürlich mit und er kommt dann in kein Sackerl (Tüte) ;-) sonst würde er ja keine Luft bekommen.
Unser Weg geht dann mit „Jules“ (so habe ich ihn, scheinbar durch das Café Francais inspiriert, genannt) weiter.
Der Weihnachtsmarkt am Hof ist ebenso sehenswert wie der vor der Schottenkirche. Viele fröhliche Menschen. Immer wieder zwischendurch ein Lächeln. In einem Monat ist Weihnachten.  Das Fest der Liebe. Wie schön, wenn wir den Gedanken umsetzten in unserem Leben und nicht immer nur jummeln (jammern) und uns das Leben schwer machen.
Nach einem Spaziergang durch die weihnachtliche Wiener Innenstadt geht es dann wieder so richtig zufrieden und glücklich nach Hause.
Am späten Abend sehe ich dann im Fernsehen (Jules mein Schutzengel sitzt neben mir) ein Interview mit Stephen King. Leider habe ich noch nichts von ihm gelesen, aber das hole ich jetzt sicher nach. Er erzählt von seinem sehr bewegten Leben, mit vielen Höhen und Tiefen. Und trotz seines Erfolges ist seine Vorstellung von Glück ganz einfach:
„Ein Dach über dem Kopf und genug zum Essen“, und soweit gesund sein, würde ich ergänzen, aber das war in der Aussage dieses unwahrscheinlich faszinierenden Mannes sicher inkludiert......